Folge 11: Frauen im Landtag
Shownotes
Wie sieht moderne Frauenpolitik im Landtag aus? Die beiden FSJ-ler Leonie und Julian wollen es genau wissen und haken nach. In dieser Folge haben sie sich fraktionsübergreifende Expertise ans Mikrofon geholt: Stefanie Klee (CDU-Fraktion) und Julia Herz (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) geben als frauenpolitische Sprecherinnen exklusive Einblicke in ihre Arbeit.
Gemeinsam sprechen sie über den Alltag von Politikerinnen, aktuelle Herausforderungen bei der Gleichberechtigung und die Frage, wie Frauen die Politik von morgen prägen.
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00:00:02: Das, was ihr eben gehört habt waren Schülerinnen und Schüler beim Seminar im Zentrum der Landespolitik.
00:00:35: Sie hier haben die Auswahl für das Kunstwerk Himmel über Hessen im Plenarsaal, im hessischen Landtag getroffen.
00:00:41: Dieses Kunstwerk besteht aus Bildern von fünfzig wichtigen historischen Personen aus Hessen.
00:00:46: Sieben von ihnen werden circa einmal im Monat von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Zivinas ausgewählt und besonders ausgestellt – und eine Person beeindruckt die Schülerinnen und Schüler dabei immer besonders!
00:00:59: Elisabeth Selbert.
00:01:01: Ja, sie war von nineteenhundert sechsundvierzig bis neunzehnhundert achtundfünfzig Mitglied des Hessischen Landtages für die SPD und gilt heute eigentlich als Gründungsmutter des Grundgesetzes.
00:01:10: Sie war eine der wenigen Frauen, die damals überhaupt mitwirken konnten.
00:01:14: Als Mitglied der verfassungsberatenden Landesversammlung des Landes Hessen und später auch im parlamentarischen Rat setzte sie sich schon sehr früh dafür ein dass der Passus Frauen und Männer sind gleichberechtigt entsprechend Eingang ins Grundgesetz findet.
00:01:29: Als ihr dieses Thema zum ersten Mal in dem parlamentarischen Rat, wo sie die Legierte für Niedersachsen war, einbrachte, bekam sie nur wenig Unterstützung.
00:01:36: Lediglich aus der eigenen Partei – z.B.
00:01:38: durch ihre SPD-Kollegin Frédéric Gnadik oder auch durch eine gewalttere männliche SPD Abgeordnete – das reichte aber nicht für eine Mehrheit.
00:01:47: Elisabeth Selbert hat aber nichts aufgegeben.
00:01:49: Nein!
00:01:49: Sie ist weiterhin mit Nachdruck dafür eingetreten dass der Passus Frauen und Männer sind gleichberechtigt ins Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wird.
00:01:58: Sie baute und das war für damals sehr ungewöhnlich öffentlich Druck auf, indem sie Einzelpersonen Frauenverbände und teilweise auch Unternehmen mobil gemacht hat sich ebenfalls dafür einzusetzen und öffentlich auszusprechen.
00:02:10: Schließlich mit Erfolg.
00:02:12: Am achtzehnten Januar neunzehnundvierzig wurde der Antrag im Parlamentarischen Rat angenommen so dass die Gleichberechtigung ab da an dem Grundgesetz steht was ihm übrigens bis heute noch so ist und jedenfalls in ganz überwiegendem Maße für alle eine Selbstverständlichkeit ist.
00:02:28: Für Ihren Einsatz bekam Elisabeth Selbert in den letzten Jahren das Bundesverdienst kurz verliehen.
00:02:35: Auch heute noch setzen sich im Hessischen Landtag viele Frauen für echte Gleichberechtigung ein!
00:02:41: Zwei von Ihnen darf ich heute hier im Podcast begrüßen, die frauenpolitischen Sprecherinnen der Fraktion Bündnis Neunzig-Die Grünen und der CDU-Fraktion.
00:02:50: Ich werde mit ihnen über ihren eigenen Weg als Abgeordnete sprechen aber auch darüber wie mehr Frauen für Politik gewonnen werden können.
00:03:05: Denn darf hier als erstes im Podcast Frau Herz begrüßen, die Frauenpolitisches Sprecherin der Fraktion Bündnis Neunzig-Die Grünen.
00:03:11: Herzlich willkommen und vielen Dank dass Sie sich Zeit genommen haben!
00:03:14: Ja
00:03:15: danke für die Einladung.
00:03:16: Dann werde ich auch direkt mit der ersten Frage beginnen und zwar wie sind sie überhaupt in die Politik gekommen?
00:03:22: Ich würde sagen politisches Grundinteresse war immer schon da.
00:03:26: Die Politik hat mich immer interessiert zu der klassische Weg Politikleistungskurs dann in eine politische Jugendorganisation gegangen und dann Politikwissenschaft studiert, also da sozusagen den ganz klassischen Weg gegangen.
00:03:41: Hatten Sie denn manchmal das Gefühl dass sie es als Frau schwieriger hatten auf ihrem Weg oder dass sie nicht so ernst genommen
00:03:46: wurden?
00:03:48: Ja, auf jeden Fall.
00:03:49: Als ich würde sagen Frauen haben ist es auf jeden fall schwieriger in der Politik.
00:03:53: Das kommt daher, dass das einfach ein männerdominiertes Feld ist und wir Frauen uns
00:03:57: da
00:03:58: langsam aber stetig die Rolle mal erobern.
00:04:01: Und gerade Frauen, die auch noch Mütter sind von denen habe ich großen Respekt.
00:04:06: Gerade auch als junge Frau Muss man dafür sorgen ernst genommen zu werden.
00:04:10: Frauen müssen immer gut informiert sein müssen sich gut vorbereiten auf politische Termine, um ernst genommen zu werden und sich auch durchsetzen zu können.
00:04:21: Und genau dadurch dass immer noch mehr Männer in der Politik sind ist es ein Feld wo's manchmal schwierig sein kann als Frau.
00:04:29: War diese Benachteiligung einer der Gründe warum sie Frauenpolitisch-Sprecherinnen werden wollten oder wie kam es zu diesem Amt?
00:04:36: Ja, absolut.
00:04:37: Also ich erfasse es als meine politische Aufgabe mich gegen Ungerechtigkeiten einzusetzen.
00:04:44: Ich weiß dass es viele Menschen gibt die diskriminiert werden, die auch mehrfach diskriminieren werden.
00:04:49: also Frau sein ist eine Diskriminierungsform.
00:04:52: aber natürlich haben es Frauen die schwarz sind oder Frauen die eine Behinderung haben nochmal schwieriger und diese Ungerechtigkeit in den Blick zu nehmen war mir persönlich das Anliegen ist einer der Gründe, warum ich in die Politik gegangen bin.
00:05:09: Weil wenn man sich mal mit dem Thema Feminismus beschäftigt dann sieht man das Patriarchat an allen Ecken in dieser Gesellschaft und ich glaube da haben wir noch viel zu tun und es braucht auf jeden Fall noch viel mehr Frauen in der Politik.
00:05:22: und dadurch dass Frauenpolitik so ein Querschnittsthema ist also in ganz vielen unterschiedlichen Bereichen Auftaucht von der Verkehrspolitik zu Klimapolitik, zur Sozialpolitik ist es ein Themenfeld wo man in ganz vielen unterschiedlichen Bereichen aktiv sein kann und das macht mir besonders Spaß.
00:05:38: Was kann man denn Ihrer Meinung nach tun um Frauen in der Politik und auch auf dem Weg dahin zu stärken?
00:05:43: Und wie kann man mehr Frauen sowohl für Politik als auch allgemein für politisches Engagement gewinnen?
00:05:49: Ich würde sagen also Auf so einer organisatorischen Ebene ist das ganz klar.
00:05:53: das Thema Kinderbetreuung und Sitzungszeiten.
00:05:57: Also gerade wenn ich jetzt auf die Kommunalpolitik gucke, sind die Termine halt meistens abends.
00:06:01: Das ist absolut unfreundlich was ja die Kombination mit der Familie angeht.
00:06:06: Das bedeutet dafür zu sorgen dass Sitzungen vielleicht auch mal am Wochenende stattfinden oder eben in der Mittagszeit Kinder betrogen zu organisieren.
00:06:14: und dann würde ich auch tatsächlich sagen Netzwerke bilden, Banden bilden sich gegenseitig stärken wissen weiter sich gegenseitig empowern, ist extrem wichtig.
00:06:23: Und ich glaube und das ist sehr zentral den Frauen deutlich zu machen was es bedeutet wenn nur Männer mit am Tisch sitzen also wenn eben nicht Frauen mit am tisch sitzen werden immer politische Themen geredet wird denn es macht einen gravierenden Unterschied und es gibt auch einfach Themenbereiche wie zum Beispiel des Thema Frauengesundheit.
00:06:39: Das wird gar nicht diskutiert wenn Frauen eben nicht am Tisch sitzt.
00:06:42: und ich glaube dass muss man den Frauen klarmachen und sie da für motivieren selbst Stimme zu ergreifen.
00:06:47: Ihre Partei stellt auch ihre Wahllisten paritätisch auf.
00:06:50: Wie werden Sie diese Maßnahme?
00:06:52: Denken sie, das ist genug oder wie kam es überhaupt zu dieser Idee?
00:06:57: Also ich glaube, es ist schon auch aus der Erkenntnis geboren.
00:06:59: Dass das ohne eine paritätische Liste einfach nicht funktioniert.
00:07:04: Auch für uns Grüne ist das jetzt nicht, wie man es jetzt nicht weil uns das besonders gut gefällt sondern als Mittel zum Zweck und wir Merkenheit.
00:07:10: wenn wir paritätischen Listen aufstellen dann müssen wir uns damit beschäftigen welche Frauen gibt es denn?
00:07:15: Welche Frauen kommen vielleicht auch in fragende Positionen zu übernehmen?
00:07:18: Und es führt dazu dass Frauen mehr gefördert werden und mehr auch im Blick kommen und deswegen geht's nicht so sehr darum an sich so attraktiv finden, sondern mehr das Resultat, was daraus erfolgt.
00:07:30: Nämlich zu sagen wir wollen paritätische Listen, wir wollen das Kremium paritätisch besetzen also Frauen und Männer zugleichen Teilen am Tisch mitsitzen und die Resultate zeigen ja auch dass es funktioniert.
00:07:42: und vor allem mit Blick darauf bei Parteien und Fraktionen die das für sich entschieden haben das nicht zu tun sieht man das ungefähr der frauenanteil bei ca.
00:07:51: zwanzig Prozent liegt da sind jetzt wie grüne bei fünfzig.
00:07:55: da ist besetzen und das zeigt einfach, dass das Instrument funktioniert.
00:07:59: Und ich würde mir natürlich wünschen – wir arbeiten auch daran -, dass wir es irgendwann nicht mehr
00:08:04: brauchen.".
00:08:05: Sie haben ja letztens einen Frauenempfang hier im Landtag ausgerichtet eine weitere Maßnahme um Frauen in der Politik zu stärken?
00:08:13: Wer war dann überhaupt da und was war so die
00:08:15: Resonanz?".
00:08:16: Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, also von den Hochschulen, Institutionen, Unternehmen, Verbände, Vereine.
00:08:23: Also zielweise sozusagen die gesamte gesellschaftliche Breite eines Laden und Frauen ja auch untereinander in Kontakt zu kommen weil das eine ist natürlich Frauenpolitik hier im Landtag zu machen und dafür zu sorgen dass Frauenpolitische Themen nach vorne gestellt werden.
00:08:36: aber das Ziel darüber hinaus ist natürlich auch dafür zu sagen dass Frauen sich untereinander vernetzend austauschen können.
00:08:42: Die Unternehmerinnen mit der Universitätspräsidentin oder der Verein, das sich für Frauenrechte einsetzt mit der Gewerkschaft und gemeinsam dafür zu sorgen dass Frauenpolitische Themen nach vorne gestellt werden.
00:08:54: Weil es ist total wichtig, dass Frauen die Möglichkeit erhalten sich zu vernetzen und auszutauschen.
00:08:59: Das ist was, wo es wichtig ist, dass wir Frauen Räume geben weil oftmals ist meine Beobachtung, dass Männer das schon recht gut können.
00:09:08: also das Klischee ist ja so abends in der Kneipe werden die machtpolitischen Fragen verhandelt Und Frauen können oftmals nicht gut abends mit in der Knappe dabei sein, weil sie vielleicht Angehörige pflegen oder Kinder zu Hause haben und eben dafür zu sorgen auf so eine Empfangene Möglichkeit unten Raum zu bieten mal miteinander ins Gespräch zukommen.
00:09:28: Mit der letzten Frage würde ich auch ganz gerne noch einmal die Sichtpaket von Frauen in der Politik oder generell in der Gesellschaft eingehen.
00:09:35: im Wintergarten im Stadtschloss stehen verschiedene Büsten von nur Männern die ein wichtiges für Hessen geleistet haben.
00:09:42: Welche Frau oder welche Frauen könnten Sie sich da vielleicht vorstellen?
00:09:46: Ich würde sagen, Elisabeth Selbert ist schon eine gute Anwärterin dafür mit dem Satz Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
00:09:55: Eine Mutter des Grundgesetzes finde ich hat sie jede Berechtigung auch eine Büste zu erhalten.
00:10:01: natürlich Klar hat sie das für die Bundesebene gemacht, aber damit hat sich vielen Frauen in Hessen einen Weg bereitet der ohne sie nicht möglich gewesen wäre.
00:10:11: Viel mehr als noch mehr Büchsen von Frauen im Wintergarten des Landtags würde ich mir allerdings wünschen dass wir es schaffen ja eine reale Veränderung für Frauen erreichen und dafür zu sorgen dass das eben frauenpolitisch wird vorankommen.
00:10:25: was was die Themen Gleichstellung und Gleichberechtigung angeht Ich glaube da haben wir noch viel zu tun.
00:10:31: Ich finde, das ist schon das perfekte Schlusswort.
00:10:32: Da muss ich gar nicht mehr viel sagen.
00:10:34: Vielen Dank, dass Sie sich für den Podcast und unsere Zuhörer Zeit genommen
00:10:37: haben!
00:10:37: Danke, dass hier sein Lüfter.
00:10:46: Dann darf ich jetzt noch die Frauenpolitische Sprecherin der CDU begrüßen.
00:10:49: Frau Stephanie Klee vielen dank, dass sie hier sind und dass es sich Zeit für mich und unsere zuhörere genommen haben.
00:10:55: Ja hallo liebe Hörer.
00:10:57: dann würde ich auch direkt mit der ersten Frage einsteigen und zwar wie sind sie überhaupt in die Politik gekommen?
00:11:03: Wie bin ich in die Politik gekommen?
00:11:04: Tatsächlich machen wir bei uns in der Familie schon eine dritten Generation Politik.
00:11:09: Mein Opa war sehr aktiv und meine Mutter, und von daher hat das irgendwie so reingepasst.
00:11:16: Es hat mich schon immer interessiert.
00:11:18: Das war Thema.
00:11:19: am Eszimmer-Tisch sage ich mal und ja und so bin ich halt auch in die Kommunalpolitik eingestiegen.
00:11:26: Sie sind jetzt ja in ihrer ersten Legislaturperiode und direkt auch Frauenpolitische Sprecherein geworden.
00:11:31: Wie kam es dazu?
00:11:32: Und warum liegt Ihnen das Thema so um Herzen?
00:11:34: Ja, wie kam es dazu?
00:11:36: tatsächlich bin ich ihnen Ausschuss aber soziales Integration da gehört dieser Themenbereich rein und Ich bin damals gefragt worden Liebe Steffi Kannst du dir vorstellen Frauenpolitischen Sprecherinnen zu werden?
00:11:47: und ich war am Anfang stutzig weil ich gedacht habe Ich soll das machen.
00:11:50: Also ich bin ja nicht verheiratet, keine Kinder!
00:11:52: Ich habe jetzt keine typische Frauenlaufbahn und war da schon ein bisschen skeptisch und hab mich dann wirklich eingearbeitet in vielen Themen und es ist ein super spannender Bereich und er macht mir auch wirklich Spaß, da in Kontakt zu kommen mit so vielen Frauen, mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten und dementsprechend mit den unterschiedlichen Aufgaben die noch vor uns
00:12:15: liegen.".
00:12:16: Sie haben gerade schon gesagt, dass sie nicht die typische Laufbahn haben.
00:12:19: Was denken Sie denn?
00:12:20: Was kann man unternehmen um Frauen in der Politik und auf ihrem Weg dahin zu stärken damit eben noch mehr Frauen hier unter uns sind?
00:12:29: Ein gutes Vorbild sein zeigen das aktiv Politik zu machen Spaß macht Das ist was bringt, dass man ein Erfolg dabei erzielt und anderen Frauen vor allem Mut zu machen sich auch zu engagieren.
00:12:44: Ich glaube das ist ganz wichtig.
00:12:46: anderen Leuten einfach zu zeigen okay Politik zu machen ist eine Aufgabe für die Gesellschaft.
00:12:54: es ist ne ganz wichtige Aufgabe und jeder der sich berufen fühlt eine Chance zu geben damit zu gestalten.
00:13:01: ich habe eben schon mal gesagt dass ich mit Kommunalpolitik angefangen hab.
00:13:06: Viele Frauen machen Politik in dem Bereich, ohne dass es ihnen bewusst ist.
00:13:11: Ob sie im Kindergarten, im Elternbeirat sind oder in der Schule zum Beispiel und ich lade herzlich alle Frauen ein sich vor Ort zu engagieren ob im Ortsbeirats-, in der Gemeindevertretung, ob in der Stadt- oder im Kreis.
00:13:25: Es ist ganz wichtig das wir Frauen dort stark vertreten sind Und das vielleicht noch mal so ein bisschen als Tipp oder auch als Anschluss zu nehmen, sich dort zu engagieren.
00:13:37: Wo wir es gerade schon von Vorbildern haben im Wintergarten im Schloss stehen einige Büsten von Leuten die wichtiges Verheißen geleistet haben also beispielsweise von Georg Augustin einem der ersten Ministerpräsidenten.
00:13:49: Das sind aber nur Männer.
00:13:51: welche Frau könnte sie sich da vielleicht auch vorstellen?
00:13:56: Um eine Büste zu bekommen, müsste man ... Es sind ja meistens schon Menschen, die verstorben sind.
00:14:02: Unter den Lebenden wäre mir gleich Claudia Roth eingefallen.
00:14:06: Das ist ein ganz tolles Beispiel.
00:14:09: Jetzt komme ich gerade von der Verleihung der Pflegemedaille hier.
00:14:14: Ich glaube, dass es so viele Frauen gibt, die im Hintergrund Großartiges leisten.
00:14:21: Und ich glaube, man müsste wirklich eine Büste aufstellen mal für diese ganzen vielen Frauen die die Kehrarbeit leisten.
00:14:28: Das ist jetzt keine spezielle aber ich glaub damit könnte man wirklich Menschen und gerade viele Frauen auch ehren.
00:14:36: Sie hatten eben ja auch erwähnt dass sie pflegepolitische Sprecherin sind und das sie sich wünschen würden, dass vielleicht eine Büster für all die Frauen aufgestellt wird, die in der Pflege tätig sind.
00:14:46: Das ist ja ein klassisch sehr frauendominierter Beruf oder nicht unbedingt beruf auch einfach nur eine Tätigkeit, wenn man Angehörige pflegt.
00:14:54: Wo sehen Sie hier denn auch Chancen für mehr Gleichberechtigung?
00:14:58: Ja, tatsächlich sind es doch sehr die Frauen, die für die Kehrarbeit zuständig sind.
00:15:02: Ob's auch schon bei der Erziehung der Kinder oftmals und da wünsche ich mir mehr Selbstbewusstsein bei den Männern dafür einzutreten.
00:15:10: also Ich glaube dass vielmehr Männer Kehrbeit übernehmen würden wenn das ich sage mal wenn das in wäre Und wenn das auch andere machen würde.
00:15:20: wir haben das mit der Elternzeit jetzt schon dass Männer Eltern Zeit nehmen können und das machen sie auch gerne und da vielleicht, dass sich dann noch mehr den Mut fassen einzusetzen.
00:15:30: Weil auch dann erst kommt es zur Gleichberechtigung wenn die Kehraufgaben gleichberechtigt verteilt werden.
00:15:39: Dann werden wir schon direkt zu der nächsten Frage kommen zur letzten auch erstmal Im hessischen Landtag sind gut dreißig Prozent der Abgeordneten Frauen.
00:15:46: Haben sie das Gefühl, dass dieser Anteil so auch bei Reden oder anderen Funktionen repräsentiert wird?
00:15:52: Oder dass da vielleicht mehr oder weniger als diese Dreißig-Prozent gesehen werden auch von der Öffentlichkeit?
00:15:59: Also ich halte es für sehr wichtig, dass das ausgeglichen ist.
00:16:02: Dass wir auf fünfzig Prozent kommen wenn nur dreißig Prozent Frauen im Landtag sind hört man halt auch nur dreizig Prozent der Reden.
00:16:11: also es sind werden nur dreizig Prozent der Räden von Frauen gehalten.
00:16:15: und Es ist gesellschaftlich auch leider immer noch so, dass man eher mit dem Thema Politik Männer verordert.
00:16:23: Von daher wäre es wichtig dass wir mehr Frauen in den Vordergrund bekommen, um das Bild auch zu verändern gesellschaftlich.
00:16:34: Das ist hier ein sehr schönes Schlusswort von Ihnen!
00:16:36: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und vor allem für Ihre wichtige Arbeit!
00:16:42: Tschüss!
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